Interner Bereich
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Willkommen bei DokuPIK

Was ist DokuPIK?

DokuPIK steht für „Dokumentation Pharmazeutischer Interventionen im Krankenhaus“ und ist eine Online-Datenbank des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker e.V. (ADKA). Sie dient zum einen der Dokumentation von Medikationsfehlern um durch hieraus abgeleitete Vermeidungsstrategien diese zukünftig zu verhindern. Zum anderen dient sie der Dokumentation von Interventionen durch Krankenhausapotheker bzw. Klinische Pharmazeuten.
 

Wie kam es zu DokuPIK?

Eine Datenbank zur Dokumentation von Medikationsfehlern existiert seit 2004 und entstand im Rahmen der Arbeit der AG Arzneimitteltherapiesicherheit der ADKA. Diese Datenbank sollte erweitert werden und allen Kollegen über ein Online-Portal zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich soll diese Online-Variante ermöglichen, dass alle Krankenhausapotheker individuell für ihr Klinikum Fehler dokumentieren und somit auch individuell auswerten können.
In 2008 wurde die AG Dokumentation und Evaluation pharmazeutischer Interventionen neu gegründet. Diese setzt sich u.a. zum Ziel, eine Datenbank zu entwickeln, mithilfe derer pharmazeutische Interventionen im Krankenhaus dokumentiert werden können um so das Leistungsprofil einer Krankenhausapotheke und der Klinischen Pharmazeuten darstellen zu können. Aufgrund der zahlreichen Schnittpunkte der Daten beider AGs wurde eine Zusammenführung beider Datenbanken beschlossen. Durch inhaltliche Verlinkung beider Varianten (Interventions- und Fehlerdokumentation) kann variantenreicher dokumentiert werden z.B. können Interventionen nach Medikationsfehlern dokumentiert werden.
 

Gibt es eine FAQ-Seite?

Nach dem Einloggen mit Ihrer persönlichen Kennung finden Sie im Bereich "Interne Meldungen" einen Link auf eine FAQ-Seite mit Antworten auf häufig gestellte Fragen.

 

Wer steht dahinter?

Verantwortlich sind beide ADKA-Ausschüsse (Pharmazeutische Interventionen und Arzneimitteltherapiesicherheit) gemeinsam. Ansprechpartnerinnen sind hier die jeweiligen Ausschuss-Sprecher: PD Dr. Claudia Langebrake, Hamburg und Pamela Kantelhardt, Mainz.
 

Was ist Ziel von DokuPIK?

Ziel der Datensammlung sowie der individuellen oder kollektiven Auswertung soll die Leistungsdarstellung der Krankenhausapotheker nach außen sein. Die Dokumentation pharmazeutischer Interventionen im Krankenhaus stellt dabei die Basis für die Beurteilung des Mehrwertes klinisch tätiger Apotheker hinsichtlich der Qualität der Arzneimitteltherapie und des ökonomischen Nutzens der pharmazeutischen Betreuung dar.
Zusätzlich ermöglicht die Datensammlung eine Übersicht über wichtige und häufig auftretende Fehler. Aus diesen können dann Erkenntnisse gewonnen werden für deren zukünftige Vermeidung, z.B. durch die Erarbeitung und Implementierung von Vermeidungsstrategien.
 

Wie können Sie DokuPIK nutzen?

Als ADKA-Mitglied können Sie DokuPIK kostenfrei nutzen. Sie können sich über das Kontaktformular als Benutzer registrieren lassen und Ihre persönlichen Zugangsdaten anfordern. Dabei besteht die Möglichkeit, DokuPIK als Haupt-User oder Unter-User zu nutzen. Als Haupt-User haben Sie die Berechtigung eigene Daten einzugeben sowie Ihre eigenen und die Daten Ihrer Unter-User auszuwerten. Als Unter-User können Sie Daten eingeben und (auf Wunsch) Ihre eigenen Daten auswerten.
So können Sie beispielsweise eine Abteilung Ihrer Apotheke als Haupt-User definieren und alle Mitarbeiter dieser Abteilung als Unter-User. Auf diese Weise haben Sie die Möglichkeit, abteilungsweise Daten auszuwerten, die von verschiedenen Personen eingegeben worden sind.

Was passiert mit den eingegebenen Daten?

Für alle Daten ist die Anonymität gewährleistet!
Die eigenen eingegebenen Daten können vom jeweiligen Nutzer der Online-Version angesehen und ausgewertet werden. Die Patientendaten werden jedoch der Auswertung nicht zugänglich gemacht, d.h. eine Anonymität ist hier gewährleistet. Beide verantwortliche Ausschüsse können einen Teil der Daten für das gesamte Datenkollektiv auswerten und publizieren. Auch hierbei ist auf Anonymität geachtet. Es können weder Daten der Meldenden, noch Patienten- oder Klinikumsdaten eingesehen werden.
 

Wer ist Ansprechpartner für ein neues Benutzerkonto?

Zur Zeit sind beide Ausschuss-Sprecher Ansprechpartner: Für den Ausschuss Pharmazeutische Interventionen PD Dr. Claudia Langebrake, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Apotheke, Martinistraße 52, 20246 Hamburg, Telefon 040/7410-56583, c.langebrake@uke.uni-hamburg.de; sowie für den Ausschuss Arzneimitteltherapiesicherheit Pamela Kantelhardt, Universitätsmedizin Mainz, Neurochirurgie, Langenbeckstraße 1, 55129 Mainz, Telefon 06131-17-2129, amts@adka.de. Sie können gerne auch unser Kontaktformular verwenden.
 

Wer ist Ansprechparnter für allgemeine Fragen zu DokuPIK?

Zur Zeit sind beide Ausschuss-Sprecher Ansprechpartner: Für den Ausschuss Pharmazeutische Interventionen PD Dr. Claudia Langebrake, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Apotheke, Martinistraße 52, 20246 Hamburg, Telefon 040/7410-56583, c.langebrake@uke.uni-hamburg.de; sowie für den Ausschuss Arzneimitteltherapiesicherheit Pamela Kantelhardt, Universitätsmedizin Mainz, Neurochirurgie, Langenbeckstraße 1, 55129 Mainz, Telefon 06131-17-2129, amts@adka.de. Sie können gerne auch unser Kontaktformular verwenden.
 

MEDIKATIONSFEHLER
Was ist ein Medikationsfehler?

Das Verordnen einer Arzneimitteltherapie ist die häufigste medizinische Intervention und trägt erfolgreich zur Behandlung und Prävention von Erkrankungen bei. Die unerwünschten Arzneimittelwirkungen gehören zu den häufig nicht vermeidbaren Ereignissen, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch auftreten. Ein vermeidbares Risiko ist der fehlerhafte Gebrauch von Arzneimitteln beispielsweise bei der Verordnung, Abgabe oder Verabreichung von Medikamenten.
Wichtig sind auch die sogenannten Beinahe-Fehler. Diese sind fehlerhafte Vorgänge bzw. aufgetretene Fehler die jedoch rechtzeitig entdeckt wurden. Somit konnte das Durchschlagen des Fehlers verhindert werden. Hierzu zählen auch Strukturen, die Fehler begünstigen. Beinahe-Fehler treten sehr viel zahlreicher auf als Fehler und sind somit für eine Auswertung mit dem Ziel der Erarbeitung von Fehlervermeidngsstrategien sehr wertvoll.
 

Warum ein Medikationsfehlerberichtssystem?

Irren ist menschlich und Fehler treten auf. Um zukünftig Fehler zu vermeiden, muss aus gemachten Fehlern gelernt werden. Hierzu dürfen diese nicht verschwiegen werden und deren Ursachen müssen analysiert werden.

Die Vermeidung von Medikationsfehlern ist eine wichtige klinisch-pharmazeutische Aufgabe. Im ersten Schritt müssen klinisch relevante Medikationsfehler identifiziert werden, um einen Überblick über die tatsächlich relevanten Medikationsfehler zu bekommen. Ein Fehlerberichtssystem ermöglicht diese zentrale Sammlung und Auswertung.

Die Apotheker werden international immer stärker als wichtige Partner bei der Optimierung der Patientensicherheit mit Arzneimitteln gesehen. Mit dem Aufbau eines bundesweiten Medikationsfehlerberichtssystem leisten die Krankenhausapotheker hier einen sehr wichtigen Beitrag. Ihre Mitarbeit ist dabei gefordert!
 

Was soll berichtet werden?

Sämtliche Risiken und fehlerhafte (auch potenzielle) klinisch relevante Ereignisse, die im Zusammenhang mit Medikation stehen, sollten berichtet werden. Hierzu zählen auch Beinahe-Fehler. Diese können auf jeder Stufe im Prozess von der Verordnung, Zubereitung, Verabreichung bis zum Monitoren auftreten. Dies schließt auch die risikoreichen oder fehlerhaften Vorgänge im Zusammenhang mit der Bestellung, Belieferung und Herstellung durch die Apotheke ein.


INTERVENTIONEN

Was ist eine pharmazeutische Intervention?

Ein großer Teil der Arbeit eines klinischen Pharmazeuten auf Station umfasst die kritische Bewertung der Arzneimitteltherapie. Hierbei werden nicht selten Vorschläge zur Verbesserung der Therapie gemacht, bzw. Möglichkeiten zur rationalen Medikation diskutiert.
 

Warum ein System zur Erfassung pharmazeutischer Interventionen im Krankenhaus?

Klinische Pharmazeuten auf Station sind in Deutschland leider noch nicht ausreichend etabliert. Um den Nutzen der Arbeit – gegenüber dem Krankenhausträger und gegenüber der Regierung – darlegen zu können, ist eine vollständige Dokumentation der pharmazeutischen Interventionen unerlässlich.
 

Was soll berichtet werden?

  • Maßnahmen oder Diskussionen, die Arzneimittel-bezogene Probleme (ABPs) lösen oder vermeiden (gemäß der Definition der PCNE sind ABPs Ereignisse oder Umstände im Rahmen der Arzneimitteltherapie, die tatsächlich oder potentiell das erwünschte Behandlungsergebnis beeinträchtigen)
  • proaktive Literaturrecherchen oder Diskussionen über den optimalen Einsatz von Arzneimitteln mit der Intention, eine Verordnung zu beeinflussen
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